Sonntag 8.11.2009
Gestern stand mein zweiter Job in der Gastronomie auf dem Plan. Geplant war, dass ich in Bondi Junction arbeite, doch dieser Job wurde um 9 Uhr morgens gecancelled. Dafür bekam ich eine Veranstaltung im Bankstown Sports Club zugewiesen. Ich mich also in meine „Full Uniform“ geschmissen hatte, welche aus einer schwarzer Anzughose, einem weißem lang ärmlichen Hemd, schwarzen Schuhen, schwarzer Krawatte, einer schwarzen Weste und natürlich nicht zu vergessen mein goldenes Namensschild besteht (Wenn man das Namensschild vergisst kostet es 5$ Strafe) und mit dem Zug nach Bankstown. 45Minuten zu früh kam ich dann an meinem Arbeitsplatz an. Das ist eben die deutsche Pünktlichkeit, lieber eine Stunde zu früh da sein, als drei Minuten zu spät. Mein Supervisor schickte mich wieder weg und ich solle in einer guten halben Stunde wiederkommen. Das gab mir die Zeit mich ein bisschen umzusehen. Der Bankstown Sportsclub war ein großer Gebäudekomplex mit einigen Restaurants, kleinen Cafes und vielen Spielautomaten, die vor allem von Omis und Opis mit Dollarmünzen gefüttert wurden.
Ich war als „Veranstaltungskellner“ in einem der Veranstaltungsräumen gebucht. Der Anlass meiner Feier war die Weihnachtsfeier des örtlichen Fußballvereins. Der Verein hatte ein Paket gebucht, welches das Essen, freie Softdrinks und je 2 Flaschen Rot und Weißwein pro Tisch beinhaltete. Für alkoholische Getränke mussten sie bezahlen. Ich bekam vier Tische mit je 10 Personen zugewiesen. Der Abend war ziemlich ruhig und jeder war glücklich. Einziger „Zwischenfall“ war, dass ein Herr an einem Tisch eine dritte Flasche Wein haben wollte ohne sie bezahlen zu wollen und er meinte, dass er der Veranstalter sei. Ich habe das erstmal mit meinem Supervisor besprochen und da die auch keine Ahnung hatte bin ich dann zu ihrem Supervisor gegangen. Es hat sich herausgestellt, dass dieser Herr wirklich der Veranstalter war und er soviel Flaschen Wein haben kann, wie er will. Aber ich heimste für mein vorbildliches Handel ein großes Lob ein. Mein holländischer Kollege, der nach Feierabend von deiner Frau Heidi abgeholt wurde haben mich dann freundlicherweise noch nach Hause gefahren. So endete mein zweiter Job als Tablettträger. Hoffe ich bekomme weiterhin Jobs wie diesen.

Heute war ein sehr entspannter Sonntag. Nach einem einem ausgiebigen Schlaf machten Freddi und ich uns dann auf dem Weg nach Newtown, wo das Newtown Festival stattfand. Über Newtown lässt sich so viel schreiben, aber man muss es einfach erleben. Der Lonely Planet beschreibt es ziemlich genau „…, Newtown, ein Schmelztiegel aus sozialen und sexuellen Subkulturen, Studenten und Heimwerkern.“ So viele unterschiedliche, verrückte Menschen habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Das Festival war nichts spekatukäres In einem großen Park waren einige Stände der lokalen Künstler und Designer aufgebaut und auf einer großen Bühne gaben verschiedene Bands ihre Musikwerke zum Besten. Das Highlight des Tages war der zweite Besuch bei „Sultan’s Table“. Das Essen war wie immer überwältigend lecker und extreme preiswert. Jeder der einen Besuch in Newtown plant, kommt, meiner Meinung nach nicht um einen Besuch bei diesem Türkischem Restaurant herum.