Zur Abwechslung war die Reise nach Taupo eine kürzere Strecke mit dem Bus. Nach nur einer Stunde war ich da. Aber dann ging es auch schon wieder mit der Hostelsuche los. Dieses Mal hatte die richtige Adresse, aber überhaupt keine Ahnung wo es liegt. Leider ist das YHA etwas außerhalb vom Stadtzentrum. Somit dauerte es noch einmal gute 20min mit vollem Marschgepäck, bis ich das Hostel erreichte.

Vorgestern machte ich mich dann auf die Suche der Huka Falls. Nach guten zwei Stunden Fußmarsch durch die Natur hörte und sah sie dann auch endlich. Ich hatte mir den Wasserfall etwas spektakulärer vorgestellt, aber das blau des Wassers war einfach unglaublich. Seht euch einfach das Bild an.

Während der Busfahrt sah ich kurz vor Taupo einen Hochseilgarten. Da mir so etwas mega viel Spaß macht, buchte ich den „Rock n‘ Ropes“-Kurs für den gestrigen Tag.. Doch wie sich herausstellen sollte war es ein etwas anderer Hochseilgarten wie ich ihn normalerweise gewohnt war.
Nachdem ich mein Geschirr angezogen hatte, ging es auch schon zur Station Nummer 1. Ich musste an jeder Station erst einmal einen Baumstamm, in dem kleine Haken waren, hoch klettern, bevor ich mit der eigentlichen Station beginnen konnte. Die Höhen variierten zwischen 12m und 15m.

Station 1
Art der Station: Es gab zwei Seile. Eins für die Füße und eins für die Arme. Ich musste mich bis zur anderen Seite vorhangeln und wieder zurück.
Schwierigkeitsgrad: Leicht

Station 2
Art der Station: Es gab ein Seil für die Füße und rechts und links auf Brusthöhe je ein Seil für die Arme. Vorwärts, anderen Baumstamm berühren und dann die ganze Strecke noch einmal rückwärts.
Schwierigkeitsgrad: Leicht

Station 3
Art der Station: Eine Wackelbrücke ohne jegliches Seil zum festhalten überqueren und dann rückwärts zurück.
Schwierigkeitsgrad: Herausfordernd

Station 4
Art der Station: Einen Baumstamm in 14m Höhe vorwärts und rückwärts überqueren und dann hüpfend auf einem Bein bis zur Mitte
Anweisung von unten: Sobald du oben bist, einfach machen, nicht denken
Schwierigkeitsgrad: Psychisch sehr herausfordernd

Station 5
Art der Station: Ein Seil für die Füße. Von oben hingen Hanfseile herunter, an denen man sich festhalten konnte. Je weiter man voran kam, desto schwerer war es das nächstliegend Seil zu erreichen.
Schwierigkeitsgrad: Physisch anstrengend

Station 6
Art der Station: Ein Kletterparcour (Schaut euch das Bild an, dauert sonst ewig zu erklären)
Schwierigkeitsgrad: Physisches Grenzerlebnis
Kommentar: Der Schnitt für diese Station liegt bei 10-12 Minuten. Ich habe es in 9 Minuten geschafft und der Rekord liegt bei unglaublichen 56 Sekunden.

Station 7
Art der Station: Einen 12m Baumstamm hochklettern, sich oben ohne Hilfsmittel auf dem Stumpf stellen und dann zu einem 1,5m weit entfernten Trapez springen.
Schwierigkeitsgrad: Überschreitung der psychischen Grenzen
Kommentar: Mein Guide hat mich dann noch beim abseilen ohne die kleinste Vorwarnung das Seil losgelassen und mich 6m in die Tiefe stürzen lassen, bevor er mich kurz vor dem Boden wieder aufgefangen hat. Als ich wieder auf dem Boden war konnte ich fast nicht stehen, weil meine Füße zum ersten Mal in meinem Leben richtig geschlottert haben.

Station 8
Art der Station: Auf ein Kommando von einem 20m hohen Baumstamm springen. Freier Fall, bis das Seil 3m vor dem Boden einen auffängt und man schaukelt.
Schwierigkeitsgrad: Keine. Einfach auf Kommando springen.
(Das gibt es leider nur als Video)

Diese 1,5h waren eine physische und vor allem psychische Herausforderung und ich kann behaupten, dass ich über meine Grenzen hinaus gegangen bin. Es ist einfach super Gefühl.

Eigentlich wollte ich mir für die anstehende Busfahrt noch ein bisschen Obst kaufen. Erst hatte ich vor mir Kiwis zu kaufen, da ich bin ja schließlich in Neuseeland, dem Land der Kiwis. Aber ich habe mich dann doch um entschieden. Warum? Schaut euch einfach mal das Bild genau an. Ihr dürft gerne Kommentare dazu abgeben.

Zum Schluss der ultimative Tipp

Wie verdient man ganz einfach Geld?
Materialien: einen See, eine kleine Wasserplattform, Golfbälle und Golfschläger, eine Taucherausrüstung und eine golfbegeisterte Nation.
Aufbau: Man befestigt die Wasserplattform irgendwo im See, versieht sie mit drei Fahnen und drei Golflöchern. Schließlich baut an das Ufer fünf Abschlägplätze.
Umsetzung: Ein großes Schild mit „hole in one challenge“ und ein anderes mit attraktiven Preisen die man gewinnt, wenn man einen Golfball in einem der drei Löcher mit einem Schlag versenkt. Pro Ball nimmt man einen Dollar und für 25 nur 20 Dollar.
Arbeitsaufwand: Jeden Tag in der Sonne am See sitzen und jeden Morgen 30 Minuten nach Golfbällen tauchen.
Viel Spaß beim Selberbauen

Ratet mal was ich gerade mache? Genau ich sitze wieder im Bus. Dieses Mal heißt das Ziel: Wellington.

Fazit Taupo:
Nicht denken, einfach machen.