Die Busfahrt ging bei 28 Grad und Sonnenschein los. Während der Fahrt wurde es immer dunkler bis es schließlich regnete. Bei der Ankunft in Wellington erwies sich meine Kleiderauswahl als nicht ganz angemessen, T-Shirt und Shorts waren irgendwie wenig Stoff für heftigen Wind, Regen und 12 Grad. Als ich im Hostel angekommen war, hieß er erstmal lange Jeans, dicke Socken und den Pulli aus dem hintersten Winkel meines Rucksacks heraus kramen. Mit Dawn, meiner englischen Zimmergenossin verabredet ich mich dann abends zum Weggehen. Nachdem wir das Bettproblem ( die Rezeption hatte 7 Leute in ein 6er Zimmer gebucht) gelöst hatten ging es dann mit einem Holländer und zwei Jura Absolventinnen aus Cambridge in den Pub mit Live-Musik. Super Musik, super Stimmung und super Leute. Einfach ein toller Abend.

Was sah ich beim Blick aus dem Fenster am Samstagmorgen? Regen. Aber nicht nur Regen, richtig viel Wind und 10 Grad. Na toll. Da ich mich ja hier auf der Südhalbkugel befinde sollte Mitte Januar eigentlich Sommer sein. Eine meiner ersten Aktionen an diesem Tag war erst einmal das Kaufen einer Wollmütze. Ja, ich soll nicht rumheulen, weil ihr daheim bei -20 Grad friert, aber wenn man 35 Grad gewohnt ist, sind 10 Grad und heftiger Wind verdammt kalt. Was kann man an so einem Tag am besten machen? Richtig. Nichts. Aber ein bisschen was habe ich dann doch gemacht. Wäsche gewaschen und mal meinen ganzen Krims Krams geordnet. Abends habe ich mich dann noch mit Romi, eine Schweizerin, die ich auf Tagesausflug in Pahia kennen gelernt habe, getroffen und eigentlich wollten wir dann ins Kino. Nochmal zur Erinnerung ich bin in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Und wenn man hier Abends um 21 Uhr ins Kino gehen will, kann man das nicht weil der letzte Film um 19:45 Uhr angelaufen ist. Selbst in Pforzheim gibt es Freitags und Samstags Spätvorstellungen. Schließlich bahnten wir uns den Weg durch das liedrige Wetter in eine Bar, wo eine Reggae Band spielte und zumindest den Zuhörern ein kleines Sommergefühl gab.

Romi und Ich

Andrea und Ich beim Stadtbummel

Es war wirklich kalt!!!

Gesten Morgen ging es dann ins Te Papa. Das Te Papa ist das neuseeländische Nationalmuseum und einfach mega cool. Es gibt unzählige interaktive Sachen und soviel zu erfahren und zu erkunden. Das aller aller Beste an der Sache ist, dass es für umsonst ist. Ich habe keine Ahnung warum sie keinen Eintritt nehmen, weil wenn so ein Museum bei uns in Deutschland stehen würde, müsste man mindestens 15 Euro Eintritt bezahlen.

Momentan bin ich, nein nicht wieder im Bus sondern auf der Fähre nach Picton. Die Nordinsel ist abgehagt und nun wartet die Südinsel auf mich, von der jeder sagt, dass sie noch schöner ist als die Nordinsel. Ich bin gespannt ob alle recht haben.

Bis dann.

Euer

Chris