Irgendwann gewöhnt man sich ja an das viele Busfahren und eine acht Stunden Fahrt sitzt man dann einfach so ab und vergnügt sich mit lesen, Musik hören oder einfach nur damit die vorbeilaufende Landschaft zu genießen. Aber die Fahrt nach Queenstown war dann doch etwas anderes. Nachdem wir nach vier Stunden den Fahrer gewechselt hatten fuhren wir noch ca. eine halbe Stunde bis unser Fahrer mitten in der Pampa anhielt und meinte er höre ein komisches Geräusch. Das Geräusch erwies sich dann als gerissener Keilriemen. So, was nun? Keine Dame hatte ein Paar Nylonstrümpfe dabei und natürlich gab es auch kein Handyempfang. Als das nächste Auto kam, gab er dem Fahrer eine Nummer und eine Nachricht damit er dann bei der Busgesellschaft anrufen und die einen Mechaniker schicken kann. Nach einer guten Stunde kam dann ein Mechaniker der meinte, dass er es nicht reparieren kann und wir einen neuen Bus brauchen. Durch Zufall kam dann ein Reisebus mit deutschen Rentner vorbei, der uns bis zur nächsten Tankstelle/Café/Restaurant irgendwas gefahren hat. Dort konnten wir uns dann wenigstens die weiteren 2,5h die Füße vertreten und ein Eis essen. Als die Sonne gerade hinten den Bergen von Queenstown verschwand kam ich endlich nach 12h Reise (eigentlich wären es 8 gewesen) im Hostel an. Was für ein Auftakt in die Adrenalinhauptstadt.

Der nächste Tag fing erstmal damit an, dass ich meinen Aufenthalt von drei auf fünf Tage verlängerte. Ich habe noch nichts von der Stadt gesehen, aber als ich aus dem Bus ausgestiegen bin und den See gesehen habe überkam mich ein sofort ein Wohlfühlgefühl das mir gesagt hat, hier geht’s mir gut. Nachmittags ging es dann endlich auf meine erste Kajaktour in Neuseeland. Die in Nelson ist ja ins Wasser gefallen. Ich glaube, dass ich es noch öfters auf meinem Neuseelandtrip schreiben werde, aber: Schaut euch einfach die Bilder an.

Der 27.01 gestaltete sich dann sehr entspannt mit Stadt erkunden und einer Runde Frisbeegolf.

Vorgestern ging es dann zum Canyoning. Das bedeutet: Wasserfälle herunter rutschen und springen, sich über Schluchten hangeln und Steilwände abseilen. Was für ein Erlebnis. Der Adrenalinpegel war mal wieder richtig hoch und der Spaßfaktor mehr als gigantisch. Abends ging es dann mit meine Zimmergenossin aus London Yuen und Sara einer Canadierin zum ersten Mal seit ewigen Zeiten feiner Essen und das Lamm war einfach überwältigend.

Bei meinem Queenstownaufethalt folge ein Highlight das andere. Gestern stand eine Tagestour zum Milford Sound auf dem Plan, von dem jeder den ich bis jetzt getroffen habe nur geschwärmt hat. Mit dem Bus ging es dann vier Stunden nach Te Anau und von dort aus in den Nationalpark. Nachdem wir die Mirrorlakes bestaunt hatten ging es zum Grillen auf einen abgelegenen Platz mitten in der Pampa. Was für eine super Wahl ich mit dem BBQ Bus getroffen habe. Mitten im Weltkulturerbe grillen. Sorry Papa das du nicht dabei warst.

Gestärkt ging es dann mit dem Boot eineinhalb Stunden mit dem Boot durch eine der beeindruckensten Landschaften die ich je gesehen habe. Das i-Tüpfelchen waren dann die wilden Delfine, die neben dem Boot herschwammen. Die Landschaft zu beschreiben würde ewig dauern. Hier die Bilder.

Momentan sitze ich, man glaubt es kaum, wieder im Bus. Dieses heißt mein Ziel Dunedin.

Bis dann.

Euer

Chris